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News & Presse

  • Flutstein-Engel für die Bürgerstiftung
    20.07.2022

    Künstlerinnen gestalten Himmelsboten – Wer 100 Euro oder mehr spendet, erhält als Dankeschön einen Flutstein-Engel von Ela Rübenach und Juliane Bungart    

    Jeder Flutstein ist anders und die Engel sind individuelle Handwerkskunst der Künstlerinnen Ela Rübenach und Juliane Bungart.  Foto: Ela Rübenach/pp/Agentur ProfiPress

    Mechernich – Sie sollen nicht nur Mut machen und Kraft geben, sie sollen auch die Spendenbereitschaft für die Mechernicher Bürgerstiftung beflügeln. Das ist die Intention, die die Künstlerinnen Ela Rübenach und Juliane Bungart zu ihren Flutstein-Engeln inspiriert hat.

    Die kleinen Kunstwerke transportieren dabei eine starke Symbolik.  „Der Flutstein trägt die Erinnerung an ein bis dato unvorstellbareres Ereignis in sich. Er ist etwas Besonderes! Er ist aufgebrochen, hat sich davontragen lassen, um sich anderswo niederzulassen“, erläutert Ela Rübenach. Sie hat diese Steine ganz bewusst in Verbindung mit den Himmelsboten gesetzt. „Unverwüstlich zeigt sich der Stein nun in Begleitung eines Engels. Dieser Engel soll Kraft geben beim Loslassen und Mut machen weiterzumachen. Er soll Hoffnung geben beim Blick in die Zukunft“, sagt die in Mechernich geborene und in Flamersheim lebende Künstlerin.

    Arbeit der Stiftung unterstützen

    Mit ihrer Freundin Juliane Bungart hatte sie bereits die Flutherzen für Bad Münstereifel gestaltet, jetzt möchte sie auch die Bürgerstiftung in der Stadt am Bleiberg unterstützen. Jeder, der 100 Euro oder mehr mit dem Verwendungszweck „Flutstein-Engel“ an die Bürgerstiftung spendet, erhält von ihr einen Engel. Das Geld soll zu 100 Prozent die Arbeit der Stiftung unterstützen. Ela Rübenach: „Da die Menschen in der Region noch lange auf Unterstützung angewiesen sind und die Spendenbereitschaft verständlicherweise nachgelassen hat, möchten wir zum Jahrestag einen Ansporn dazu geben.“

    Das Engagement der Künstlerinnen freut den Vorsitzenden der Bürgerstiftung Ralf Claßen ebenso wie Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sehr. „Toll, dass Ela Rübenach und Juliane Bungart unsere Aufbau-Arbeit mit einer derart kreativen Aktion unterstützen. Die Engel sind gleichzeitig Symbole des Gedenkens und der Zuversicht“, sagt Ralf Claßen. 

    Jeder, der für einen Flutstein-Engel spendet, soll bitte seine Anschrift angeben, damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann. Für die Übergabe der Flutstein-Engel können sich die Spender bei Ela Rübenach unter oder unter Telefon 0171 6036345 melden. Die Spendenkonten der Bürgerstiftung Mechernich lauten:

     

    Kreissparkasse Euskirchen

    IBAN: DE 25 3825 0110 0001 5373 07

     

    Volksbank Euskirchen

    IBAN: DE 06 3826 0082 0217 0360 11

     

    VR Bank Nordeifel eG

    IBAN: DE 69 3706 9720 5003 5400 24

     

     

    pp/Agentur ProfiPress

     



  • In eine andere Klangwelt entführt
    23.03.2022

     

    Benefizkonzert des weltweit spielenden Minguet-Quartetts in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist für Kriegsflüchtlinge und Flutopfer – 32 Zuhörer spenden über 600 Euro

    Minguet-Quartett und Rezitator mit (v.r.) Ulrich Isfort, 1.Violine, Matthias Diener, Cello, Aida-Carmen Soanea, Viola, Annette Reisinger, 2.Violine, und Diakon Manfred Lang. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

    Mechernich – Über 600 Euro Reinerlös für Flutopfer und Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine kamen am Sonntag bei einem Wohltätigkeitskonzert des bekannten Minguet-Quartetts um den in Strempt lebenden Cellisten Matthias Diener zusammen. Leider kamen nur 32 Zuhörer zu dem Gastspiel auf Weltniveau.

    Ralf Claßen und Inge Eich von der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung bedankten sich auch bei Pfarrer Erik Pühringer, dass er die Pfarrkirche St. Johannes Baptist zur Verfügung gestellt hatte, und Diakon Manfred Lang für seine ergreifenden Meditationstexte zur Musik Haydns und den letzten Worten Jesu vor seinem Tod.

    Ralf Claßen, Dezernent der Stadtverwaltung und Vorsitzender der Mechernich-Stiftung, freute sich ungemein, mit dem Minguet-Quartett Weltklassemusiker am Bleiberg begrüßen zu können. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

    Gegeben wurde Joseph Haydns wider alle vernunftmäßige Erwartung beschwingter und durchaus froh stimmender Passionszyklus „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze.“ Matthias Diener: „Haydn war ein heiterer und glücklicher Mensch, und so hat er auch komponiert“. Man spüre: „Haydn will uns mit seiner Komposition die Angst vor dem Sterben nehmen…“

    Anselm Grün äußerte sich einst zur Komposition mit den Worten: „Jeder Satz hat seine eigene Qualität. Sieben ist eine Zahl der Verwandlung; die Worte sind dazu da, unser Leben zu verwandeln, alles Erstarrte in uns aufzubrechen, all das kalt gewordene mit Liebe zu erfüllen – „und uns Anteil zu geben letztlich an der Auferstehung.“

     

    Seine Begeisterung gab das Auditorium beim Benefizkonzert von Joseph Haydns „Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuze“ nicht nur dutrch Applaus und stehende Ovation am Schluss erkennen, sondern auch durch seine Spendenfreudigkeit für Flüchtlinge und Flutopfer. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

     

    Am Kreuz geht es um Liebe

    Haydn habe verstanden, dass es beim Kreuz in der Passion „um die Mensch gewordene Liebe geht, die bis zur Vollendung geht, sogar den Tod noch verwandelt.“

    Ralf Claßen, Dezernent der Stadtverwaltung und Vorsitzender der Mechernich-Stiftung, freute sich ungemein, mit Ulrich Isfort, 1.Violine, Annette Reisinger, 2.Violine, Aida-Carmen Soanea, Viola, und last not least Matthias Diener, Cello, weltweit auftretende Berufsmusiker am Bleiberg begrüßen zu können. „Schade, dass bei diesem größten Musikereignis seit Corona nicht mehr Musikliebhaber gekommen sind“, bedauerte Claßen.

    Entführten in eine am Bleiberg selten gehörte Klangwelt (v.l.) Ulrich Isfort, 1.Violine, Annette Reisinger, 2.Violine, Aida-Carmen Soanea, Viola, und Matthias Diener, Cello. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

    Diakon Manfred Lang rezitierte die Jesus-Worte am Kreuz aus der Bibel, und nach den Musikvorträgen meditierte er Passionsgeschichten aus der Welt von heute. „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ zum Beispiel drehte der Diakon provokativ mit Blick auf die Aggression gegen die Ukraine und die freie Welt auf den Kopf: „Vater, vergib ihnen nicht, denn sie wissen, was sie tun“.

    „Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen“, zitierte er den Literaturnobelpreisträger George Bernard Shaw: „Auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.“

    Lang gemahnte an durstende Tuareg im afrikanischen Sahel („Mich dürstet“) und an ein unbekanntes Mädchen, das der indische Künstler Varun Suresh von hinten im Profil vor eine vegetationslose Hügellandschaft gestellt hat: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

    Das Jesuswort „Frau, siehe, dein Sohn! Siehe, deine Mutter!“ sei an uns und unsere Beziehungen gerichtet, so Manfred Lang: „Wir brauchen Bindungen. Wir brauchen Mütter und Söhne – auch im übertragenen Sinne. Wen mag ich in meiner Nähe haben? Mit wem gehe ich? Zu wem gehöre ich? Wir brauchen einander wie Mütter und Söhne – selbst wenn wir nicht blutsverwand sind…“ Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

     

    Ohne Chance und Perspektive

    Lang: „Die Einsamkeit eines unverstandenen Wesens, misshandelt, geschlagen, weggesperrt, unschuldig beschuldigt, gedemütigt, gequält, allein gelassen in seinem ganzen Elend… Wie viele Menschen müssen das erleiden? Nicht nur Kinder… vergewaltigt, verlassen und allein, gehasst und verachtet, ohne Chance und ohne Perspektive…“

    Nach der Sonate zum letzten Jesuswort („Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist“) erklang als Finale ein Auszug aus einem zeitgenössischen Quartett von Wolfgang Rihm, mit dem die Erde auch in Mechernich zu erbeben drohte, furios, gewaltig, so dass man die Szenerie beim Tode Jesu erahnen konnte, als sich laut Evangelien der Himmel verfinsterte, die Erde bebte und der Vorhang im Tempel zerriss.

    Matthias Diener: „Haydns Passionszyklus für Orchester bzw. Streichquartett überwältigte schon 1788 die Zeitgenossen und löst noch beim heutigen Publikum den Eindruck aus, die sieben in den Evangelien verbürgten Worte Jesu am Kreuz seien »wahr und feierlich« wiedergegeben.“ Das Publikum dankte eine professionell musikalisch hochwertige Aufführung mit stehendem Applaus.

    Das Mechernicher Gastspiel war Teil eines Kulturprojektes „Eifelklang“, das vom Bundesministerium für Kunst und Medien per Stipendium im Rahmen des Corona-Förderprogramms „Neustart Kultur“ unterstützt und vom renommierten Minguet-Quartett bestritten wird.

    „Insgesamt planen wir eifelweit zehn Konzerte“, so Matthias Diener: „Mechernich ist der Auftakt!“ Weitere zwei weitere Konzerte seien im Rahmen der Reihe bis Oktober 2022 am Bleiberg geplant, außerdem in weiteren Städten des Überschwemmungsgebietes, das nächste im Mai in Strempt, Pfarrkirche St. Rochus.

    pp/Agentur ProfiPress

     

     

     

     



  • Sieben Worte Jesu am Kreuz
    15.03.2022

    Meditativ-musikalische Benefizveranstaltung des klassischen Minguet-Quartetts um den Strempter Matthias Diener in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist mit Diakon Manfred Lang als Rezitator am Sonntag, 20. März, 14 Uhr – Eintritt frei, aber Spenden für die Hochwasseropfer an die Mechernich-Stiftung  erwünscht

    Ein meditatives Benefizkonzert zugunsten der Mechernich-Stiftung für Hochwasseropfer im Stadtgebiet gibt das bekannte klassische Minguet-Quartett um den Strempter Cellisten Matthias Diener (2.v.l.) am Sonntag, 20. März, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich. Hier mit Ulrich Isfort, 1.Violine, Annette Reisinger, 2.Violine, und Aida-Carmen Soanea, Viola. Foto: Irene Zandel/Minguet/pp/Agentur ProfiPress

    Mechernich – Ein meditatives Benefizkonzert zugunsten der Mechernich-Stiftung für Hochwasseropfer im Stadtgebiet gibt das bekannte klassische Minguet-Quartett um den Strempter Cellisten Matthias Diener am Sonntag, 20. März, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich.

    Thema ist Josef Haydn Komposition „Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze”. Die meditativen Begleittexte spricht der Autor und Diakon Manfred Lang. Einlass ist ab 13.30 Uhr, Eintritt wird nicht erhoben, Spenden für den guten Zweck sind aber herzlich willkommen. Stadtdezernent Ralf Claßen, der Vorsitzende der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung, freute sich „außerordentlich über die Initiative zur Belebung des kulturellen Lebens, bei der auch noch Geld für hilfsbedürftige Menschen im Stadtgebiet eingenommen wird“.

    Insgesamt zehn Konzerte eifelweit

    Das Mechernicher Gastspiel ist Teil eines Kulturprojektes „Eifelklang“, das vom Bundesministerium für Kunst und Medien per Stipendium im Rahmen des Corona-Förderprogramms „Neustart Kultur“ unterstützt und vom renommierten Minguet-Quartett bestritten wird. „Insgesamt planen wir eifelweit zehn Konzerte“, so Matthias Diener: „Mechernich ist der Auftakt!“ Weitere zwei weitere Konzerte seien im Rahmen der Reihe bis Oktober 2022 am Bleiberg geplant, außerdem in weiteren Städten des Überschwemmungsgebietes wie Ahrweiler und Bad Münstereifel.

    Die zur Fastenzeit passende Aufführung der „Sieben Worte des Erlösers am Kreuz“ von Josef Haydn hatte Diakon Lang bereits 2019 einmal mit der Harfenistin Ewa Matejewska bei einer Matinee in der Kommerner Bürgerhalle mit eingänglichen Texten bestritten, in denen das Leiden und die Worte Jesu mit dem Leid der Menschen heute korrespondieren. Das war im Rahmen des Mechernicher Musikfestivals, das ebenfalls Matthias Diener und seine Partnerin, die Violinistin Ava Rebekah Rahman, organisiert hatten.

    Die sieben Konzertteile und Meditationsimpulse: 1. L’Introduzione. Maestoso ed Adagio, Sonata I. Largo: „Vater, Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“; 2. Sonata II. Grave e Cantabile: „Heute noch, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“; 3. Sonata III. Grave „Frau, siehe, das ist dein Sohn“; 4. Sonata IV. Largo: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“; 5. Sonata V. Adagio: „Mich dürstet“; 6. Sonata VI. Lento: „Es ist vollbracht“ und 7. Sonata VII. Largo: „In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist“.

    Bereits beim Mechernicher Musikfestival 2019 rezitierte und meditierte der Mechernicher Diakon und Autor Manfred Lang bei einer Matinee in der Kommerner Bürgerhalle „Die Sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“, musikalisch in sehr einfühlsamer Weise unterstützt von der Harfenistin Ewa Matejewska. Foto: Heinrich Kolb/Festival/pp/Agentur ProfiPress

    Als Finale erklingt „Terremoto. Presto con tutta la forza“, Haydns „Erdbeben“ nach dem Verscheiden Jesu, oder der Auszug aus einem zeitgenössischen Quartett von Wolfgang Rihm. Matthias Diener: „Haydns Passionszyklus für Orchester bzw. Streichquartett überwältigte 1788 die Zeitgenossen und löst noch beim heutigen Publikum den Eindruck aus, die sieben in den Evangelien verbürgten Worte Jesu am Kreuz seien »wahr und feierlich« wiedergegeben.“

    Instrumentalmusik für Karfreitag

    Die Instrumentalmusik über „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“, bestehend aus sieben Sonaten mit einer Einleitung und einem Erdbeben am Ende, entstand 1786/87 im Auftrag der spanischen Stadt Cádiz, für deren aufwendige Karfreitagszeremonien es berechnet war.

    Alle zehn Konzerte und Konzertprogramme im Rahmen der Reihe werden vom Minguet-Quartett und zum Teil mit Gästen bestritten. Geplant ist u.a. ein Konzert mit dem Cellisten Jens Peter Maintz und den Streichquintetten von Schubert und Rihm, sowie das Schumann- Klavierquintett mit der Pianistin Claire Huangci.

    Matthias Diener: „Neben dem üblichen Konzertformat möchten wir neue Formate (weiter-) entwickeln und so auf die Bedürfnisse des Publikums besser eingehen.“

    Vorstellbar seien ein Gesprächskonzert, Kinderkonzert nach dem Vorbild der „Rhapsodie in School“, „Doppelt hören“ (Ein musikalisches Werk wird zweimal gespielt, vor und nach einem Gespräch mit dem Moderator und den Künstlern) oder „Face to face“, so Diener: „Dabei stellen wir einem klassischen Werk ein zeitgenössisches Pendant oder Äquivalent gegenüber. Ziel dieses Musikfestivals ist es, hochkarätige klassische Musik in der Eifel anzubieten. Wir glauben, es ist wichtig, dass neben dem materiellen Wiederaufbau in der Region auch die Kultur dort einen Neustart erfährt!“

    pp/Agentur ProfiPress

     

     

     



  • 325 Einwohner spenden 5437 Euro
    20.01.2022

    Spendenscheckübergabe an die gemeinnützige Mechernich-Stiftung im Floisdorfer Dorfgemeinschaftshaus

    Michael Züll (v.r.), der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Floisdorf und Sprecher der acht spendenden Vereine, übergibt den symbolischen Spendenscheck Maria Jentgen und Ralf Claßen von der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

    Mechernich-Floisdorf – Eine Spende in Höhe von 4124 Euro übergaben Vertreter der acht Floisdorfer Vereine im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus an Maria Jentgen und Ralf Claßen von der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung.

    Michael Züll, der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft und Sprecher der Vereine, sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“, das Geld sei zum Teil bei Veranstaltungen eingenommen worden, stamme zum Teil aber auch aus den Reserven der Floisdorfer Vereine, die nicht namentlich genannt werden wollten.

    Die Idee sei in der von ihm geführten Kirmesgesellschaft nach der Hochwasserkatastrophe entstanden, so Michael Züll. Sie ist mit 55 Mitgliedern der größte Verein im 325-Einwohner-Ort. Stiftungsvorsitzender Ralf Claßen sagte den Floisdorfer Vereinsvertretern, zu denen sich auch der im Ort lebende Vize-Bürgermeister Günter Kornell gesellte, „ein ganz großes Dankeschön“.

    „Es ist ganz toll, dass Ihr beim Feiern an andere gedacht habt, denen zurzeit überhaupt nicht nach Feiern zumute ist“, so Claßen. Das Geld werde jederzeit dringend gebraucht, um unschuldig in Not geratene Mechernicher Familien und Einzelpersonen zu unterstützen, so die Seelsorgerin Maria Jentgen, die nach eigenen Angaben gerade von einer bedürftigen Familie zur Scheckübergabe in Floisdorf kam.

    Spendenflut lässt nach

    „Nach Weihnachten lässt die Spendenflut deutlich nach“, bilanzierte Ralf Claßen im Interview: „Aber es ist immer wieder erfreulich, was sich die Leute alles an Ideen und Initiativen einfallen lassen, wie jetzt auch in Floisdorf.“ Förderanträge träfen praktisch ununterbrochen an, die Bedürftigkeit sei nach wie vor groß…

    Am Rande der Scheckübergabe von Michael Züll an Ralf Claßen und Maria Jentgen sagten Gerda Schilles vom Mechernicher Kirchengemeindeverband und Johannes Inden vom örtlichen Cäcilienchor dem „Bürgerbrief“, bei der diesjährigen Sternsingeraktion seien im 325-Seelen-Ort 1313 Euro zusammengekommen – etwa 500 bis 600 Euro mehr als in sonstigen Jahren. Insgesamt hätten die Floisdorfer also in den letzten Wochen nicht weniger 5437 Euro für Hilfebedürftige aufgebracht.

    pp/Agentur ProfiPress

     

     

     



  • „Wat met Hätz“
    14.01.2022

    Karnevalisten sorgten für prächtige Stimmung bei Mechernicher Kneipensitzung im Herbst – Jetzt überreichten „Botz un Bötzje“ den Spendenscheck an die Mechernich-Stiftung – Vierte Auflage der beliebten Veranstaltung für den 5. November 2022 geplant – Karten können jetzt schon reserviert werden unter (02256) 957 766 0 oder

    Bei der Spendenübergabe an die Mechernich-Stiftung: Rainer Krewinkel, Ralf Claßen und Hans-Dieter Hahn-Möseler. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

    Mechernich – Er hatte hoch und heilig schon im Vorhinein versprochen: „Das Event toppt das vom Vorjahr.“ Und Organisator Hans-Dieter Hahn-Möseler hielt Wort. „Mega. Ein Auftritt toller als der andere“, lobt auch Ralf Claßen als Vorsitzender der Mechernich-Stiftung die Kneipensitzung, die durch ihren besonderen und familiären Charme jetzt schon zum dritten Mal Liebhaber des kölschen Karnevals ins Mechernicher „Magu“ lockte.

    Mehr als vier Stunden Programm mit karnevalistischen Highlights, unterhaltsamen Büttenrednern und anderen Stimmungskanonen war den Besuchern geboten worden. De Huusmeister vom Bundesdaach, Domhätzje Nadine, der bonte Pitter wie auch „Dat Uschi“ traten unter anderem auf. Tanzeinlagen boten 50 „Flöhe“ aus Köln, für jecke Töne sorgte die Domstädter BigBand und die Eifellandfunken, für Zwiegespräche das Duo Botz und Bötzje.

    Die „Blos-mer-jet…“-Kappelle freute sich über die grandiose Stimmung und ging am Ende der Sitzung für das Mechernicher Publikum freiwillig ein zweites Mal auf die Bühne. Alle Künstler traten ohne Gage auf. Foto: Florian Heller/pp/Agentur ProfiPress

    Das Tollste: Es geschah für einen guten Zweck. Die Erlöse kommen der Mechernich-Stiftung zugute, die jeden Euro unbürokratisch an die Menschen im Stadtgebiet weiterreicht, die hart vom Hochwasser getroffen wurden und heute noch an den Folgen leiden.

    900 Euro standen auf dem Spendenscheck, den jetzt Hans-Dieter Hahn-Möseler mit seinem „Botz-un-Bötzje“-Kompagnon Rainer Krewinkel an Ralf Claßen und damit an die Mechernich-Stiftung überreichen konnte. Obwohl sie selbst in ihrem Wohnort von den Wassermassen heimgesucht wurden, haben sie keinen Moment gezögert und sich sofort für andere eingesetzt.

    30.000 Euro akquiriert

    „Ihr seid mit Leib und Seele dabei“, bedankte sich Claßen für deren Engagement. Die Gesamtspendensumme belaufe sich auf 30.000 Euro, die das Duo durch karitative Veranstaltungen und Spendensammlungen in den Monaten seit dem Hochwasser für die Betroffenen insgesamt akquirieren konnte, so Hahn-Möseler.

    Auch Domhätzje Nadine war nach einer Babypause in Mechernich wieder am Start. Foto: Florian Heller/pp/Agentur ProfiPress

    Die Künstler der Kneipensitzung traten ohne Gage auf. Das sei nicht hoch genug zu bewerten, so Claßen: „Man darf nicht vergessen, dass die Karnevalisten nach der Session 2020/21, wo sie keine Aufträge und Auftritte durch Corona haben konnten, jetzt trotzdem für uns in Mechernich kostenlos aufgetreten sind. Das finde ich einfach klasse“, so Claßen. Event-Löwen stellte unentgeltlich die Musik-Anlage für den Abend.

    „Weil die Stimmung so gut war, wollten die Jungs von der Blos-mer-jet-un-Bums-Kapell am Ende der Kneipensitzung sogar nochmal auf die Bühne, obwohl sie eigentlich schon längst auf dem Heimweg hätten sein können“, freut sich Hahn-Möseler und Ralf Claßen fügt hinzu: „Das Publikum hat noch lange geschunkelt und geklatscht.“

    Über vier Stunden Programm wurde bei der dritten Mechernicher Kneipensitzung geboten. Die feine bunte Mischung aus Kölner und einheimischen Kräften (hier zweite von rechts: „Dat Uschi“ aus Hostel“ mit „Botz un Bötzje, l., und Ralf Claßen) begeisterte das Publikum. Foto: Florian Heller/pp/Agentur ProfiPress

    Schon mit ihren beiden Vorläufern 2018 und 2019 (2020 musste Corona-bedingt ausfallen) hat sich die Veranstaltung mehr als etabliert. „Die Kneipensitzung besticht durch ihren Charme und ist wat met Hätz“, sagt Hahn-Möseler. Klein und vor allem fein. Aufgrund der hohen Nachfrage soll die Kneipensitzung im Herbst 2022 – zumindest sofern Corona das zulässt – sogar zweimal angeboten werden.

    Die ersten Karten für die Sitzung am Samstag, 5. November, ab 19 Uhr, können schon jetzt vorbestellt werden unter Telefon (02256) 957 766 0 oder Mail an  . Der Eintritt kostet dann fünfzehn Euro pro Person. „So eine Sitzung sieht man sonst nur im Fernsehen“, wirbt Claßen für die Live-Veranstaltung.

    pp/Agentur ProfiPress

     

     

     

     

     

     

     



  • Überschwemmt, ausgebrannt und abgerissen
    03.01.2022

    Ergreifender Termin mit den Eheleuten Simone und Simon Opladen, Töchterchen Zoe, Kommerns Ortsbürgermeister Rolf Jaeck, Bauunternehmer Manfred Glasmacher, Stadtdezernent Ralf Claßen und „Tafel“-Chef Wolfgang Weilerswist in der Kommerner Ackergasse



    Spendengutscheinübergabe auf dem Arenbergplatz mit (v.l.) Ralf Claßen, Simone, Simon und Zoe Opladen, Kommerns Ortsbürgermeister Rolf Jaeck und dem Mechernicher „Tafel“-Vorsitzenden Wolfgang Weilerswist. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

    Mechernich-Kommern – Trauer und Hoffnung liegen im Leben selten so nah beieinander wie am ersten Montag des neuen Jahres in Kommern: Die junge Familie Simone und Simon Opladen (beide 32) mit Töchterchen Zoe mussten den Abriss ihres Fachwerkhäuschens in der Nähe des Kommerner Bleibachs mitansehen.

    Es war am Mittwoch, 14. Juli, in den Fluten des zum reißenden Fluss gewordenen Bleibachs versunken. Was noch heil geblieben war, wurde am Nikolaustag, 6. Dezember, ein Raub der Flammen. Am Montag nun legten die Abrissbagger der Familie Glasmacher die Ruine vollends nieder.

    Ein schwarzer Tag, aber auch ein Tag voller Hoffnung, wie die beiden Eheleute Simon und Simone den Reportern zu Protokoll gaben, die Ortsbürgermeister Rolf Jaeck an Ort und Stelle bestellt hatte, um den Abriss zu dokumentieren, aber auch die Neubaupläne der jungen Eheleute, Anfang 30, zur Kenntnis zu nehmen.

    Und um wichtige Spendengeber zu treffen und die neuerliche Übergabe von Einkaufsgutscheinen über 1500 Euro durch Wolfgang Weilerswist von der Mechernicher Tafel für die 135 registrierten massiv Hochwassergeschädigten von Kommern. Insgesamt hatte Weilerswist von seinem „Tafel“-Kollegen und Dentallaborinhaber Peter Kappert (Lionsclub Essen-Stadtwald) 5000 Euro für Flutopfer in der Nordeifel erhalten.

    180 Dankesbriefe zu Weihnachten

    Stadtdezernent und Kämmerer Ralf Claßen war in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung ebenfalls mit von der Partie. Die vor 16 Jahren von den Eheleuten Walter und Inge Eich aus der Taufe gehobene Bürgerstiftung für unverschuldet in Not geratene Bürger der Stadt hat bislang 350.000 Euro für Kommerner Flutopfer zugeschossen.

    Der Kommerner Ortsbürgermeister Rolf Jaeck hat über Weihnachten und Neujahr 180 Spendenbriefe und Dankeschreiben für all diejenigen verfasst, die den Kommernern direkt bislang rund 90.000 Euro an zusätzlichen Geldmitteln zugedacht haben. Jaeck: „Die Hilfsbereitschaft der Menschen kennt noch kein Ende – erst Neujahr bekam ich von einer Essenerin 5000 Euro.“ Ralf Claßen: „Der Skattreff der Stadt Mechernich übergibt morgen weitere 1000 Euro.“

    Und dennoch bleibt die Hilfsbedürftigkeit für Menschen wie Familie Opladen groß, die an materiellen Gütern nahezu alles verloren haben, was sie besaßen. Der aus Köln stammende Simon Opladen und seine Frau Simone aus Dahlem sind mit Töchterchen Zoe bei Verwandten in der südlichsten Kreisgemeinde untergekommen. Sie wollen aber dort – hochwassersicher – neu bauen, wo sie ihr Fachwerkhäuschen in der Kommerner Ackergasse 2019 gekauft und bezogen hatten…

    Liebe Kollegin ertrunken

    Den Abriss, der sonst sicher einige Zehntausend Euro zusätzlich verschlungen hätte, bewerkstelligen der Kommerner Bauunternehmer Manfred Glasmacher und seine Leute im Hand- und Spanndienst während des eigentlich noch laufenden Betriebsurlaubs.

    Der Chef und seine „Männ“ sind besonders motiviert, zu helfen: Eines der 28 Todesopfer, die bei der Jahrhundertkatastrophe im Kreis Euskirchen zu beklagen waren, ist ihre überaus geschätzte Kollegin und Glasmachers Sekretärin Heike Schwier aus Schwerfen. Von den Glasmacher-Leuten war auf weitere Nachfragen nur ein wortkarges, aber herzliches „Selbstverständlich“ zu bekommen…

    Heiligabend ist ein weiteres Haus in Kommern abgebrannt und hat eine Mutter mit drei Kindern obdachlos gemacht. An Weihnachten bescherte die Ortsgemeinschaft um Rolf Jaeck rund 50 Rentner, die sich sonst kaum etwas Besonderes zu den Feiertagen hätten leisten können. Alles in allem sei die Lage noch sehr bescheiden, sagt der Ortsbürgermeister: „Das neue Jahr kann eigentlich nur besser werden als es das alte war…“

    Leonie Seifert/pp/Agentur ProfiPress

     



    Gartenlandschaftsbauer Manfred Glasmacher und seine Männer beim Abriss des ehemaligen Wohnhauses von Familie Opladen in der Kommerner Ackergasse. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

     

     



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